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Erinnerung 11.04.1944

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Lesung am 11. April 2011 im St. Josefhaus Alsdorf-Busch


Die Einladung zu einer Lesung anlässlich der Projektwoche im St. Josefhaus Alsdorf war mir eine besondere Freude. Dafür sage ich den Herren Kaussen und Versin meinen herzlichen Dank.

Gerade hier waren meine eigenen Erinnerungen aus den Jahren 1942-1962 geeignet, den älteren Bewohnern des Heims diese Jahre wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Aber ich weiß, dass viele Menschen ihre Erinnerungen verdrängen.

Sie sagen, was für mich zählt, ist die Gegenwart. Das ist einerseits verständlich und auch wichtig.

Und doch gibt es Viele, die in ihren Erinnerungen leben und sie sogar aufschreiben. Durch das Aufschreiben ihrer Erlebnisse verarbeiten sie ungelöste Probleme. Sie fühlen sich befreit. Auch halten diese Menschen es für sinnvoll, den nachkommenden Generationen nicht nur Geschichtliches, sondern auch ein Zeugnis ihres damaligen normalen Alltags zu hinterlassen.

Denn welcher junge Mensch kann sich heute vorstellen, wie es uns damals ergangen ist?

So empfahl ich meinen Zuhörern, ab und zu einmal in die Vergangenheit abzutauchen, Situationen und Personen lebendig werden zu lassen und vor allem Gefühle, die nie ausgesprochen wurden, endlich in Worte zu fassen, sie aufzuschreiben oder auch nur darüber zu sprechen.

 

Nach der Lesung sah ich in viele aufmerksame Augen, und manche der Zuhörer erzählten mir ihrerseits von ihren damaligen Erlebnissen.

 

So ist es mir ein besonderes Anliegen, zukünftig meine Gedanken und Erinnerungen vor allem in Begegnungsstätten der älteren Generation vorzutragen.

 

Andrea Bernhards

 

  

 Fotos: St. Josefhaus